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140 Jahre Freiwillige Feuerwehr Marxgrün
Im Rahmen einer kleinen Feier beging die FF Marxgrün am 30.04.2011 ihr 140 jähriges Jubiläum. Ehrenkommandant Jörg-
Anschließend gratulierte erster Bürgermeister Frank Stumpf, auch im Namen des gesamten Stadtrates ganz herzlich zum 140 jährigen Jubiläum.
Die Freiwillige Feuerwehr Marxgrün ist mir in unserer Stadt Naila sehr wichtig, so der Bürgermeister. Sie hat im Sicherheitskonzept unserer Stadt eine zentrale Teilaufgabe und ihre Mitglieder engagieren sich darüber hinaus für das soziale und kulturelle Miteinander in der örtlichen Dorfgemeinschaft. Die Kameraden gehen sozusagen für unser Gemeinwesen durchs Feuer!
Sicherheit und bürgerschaftliches Engagement. Zwei Begriffe, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Entscheidend ist die Freiwilligkeit, die darüber steht. Die zentrale Frage auch in Marxgrün heißt: Was ist es eigentlich, was unsere Gemeinschaft zusammen hält?
Im Sturm von Individualisierung, Globalisierung und Technisierung gehen die Klammern, die unser Gemeinwesen seit jeher zusammen gehalten haben, mehr und mehr verloren: Die gemeinsamen Werte und die gemeinsame Geschichte.
Selbst die Sprache kann heute nicht mehr an deren Stelle treten. Theodor Heuss, unser erster Bundespräsident, hat bereits vor vielen Jahren erkannt, dass die Demokratie aus dem Ehrenamt lebt und dass das Ehrenamt im Wesentlichen Freiwilligkeit ist. Das bedeutet, die Bereitschaft eine Verantwortung zu übernehmen, die über die tägliche Pflicht hinausgeht. Heuss bezeichnete Demokratie als eine Lebensform. Für die Lebensform ist es entscheidend, dass sich Bürgerinnen und Bürger in unserer Gesellschaft einbringen, damit aus ihr eine Kommune, also eine Gemeinschaft werden kann. So verstehen sich auch die Freiwilligen Feuerwehren in unserem Inspektionsbereich und insbesondere die von Marxgrün. Freiwillige Feuerwehren sind übrigens die mit Abstand ältesten Bürgerinitiativen; sie wurden bereits gegründet, als es das Wort gar noch nicht gab.
Solch freiwilliger Einsatz kann nicht verordnet werden. Er entsteht aus ganz persönlicher Motivation. Andererseits hat er öffentliche Wirkung -
Der Feuerwehrdienst stellt jeden vor große Herausforderungen. Wer mitmacht, von dem wird Zuverlässigkeit und Disziplin erwartet, eine Portion Mut und freie Zeit -
140 Jahre Feuerwehr Marxgrün stehen auch für 140 Jahre Sicherheit. Es gibt nur wenige Wehren, die auf eine derart lange und erfolgreiche Tradition zurückblicken können. Heute repräsentiert die Freiwillige Feuerwehr Marxgrün unter Kommandant Günther Löhner und Vorstand Jürgen Brandler eine leistungsfähige Organisation mit einer hervorragenden technischen Ausstattung und einer engagierten Mannschaft.
Erst heute früh ist ein neues gebrauchtes Fahrzeug für die Feuerwehr Marxgrün seiner Bestimmung übergeben worden. Ich freue mich außerordentlich, dass dieses Fahrzeug durch das ehrenamtliche Engagement vieler Jugendlicher, vieler Mitglieder der aktiven Wehr, der passiven Wehr und auch Spendern aus der Ortsgemeinschaft finanziert, umgebaut und nun benutzt werden kann.
Die Feuerwehr Marxgrün hat damit mehr als eindrucksvoll bewiesen, dass man durch gemeinschaftliches Tun auch der Kommune sehr viel Geld sparen kann. Selbstredend unterstützt der Stadtrat von Naila das Engagement seiner Feuerwehr Marxgrün im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten. Der Rahmen wurde durch das unermüdliche Engagement von Kommandant Günther Löhner und Vorstand Jürgen Brandler mit ihrer Mannschaft ausgeweitet und zu dem geführt, was wir heute Morgen erleben konnten.
Ein neues gebrauchtes Fahrzeug, mehr als voll funktionsfähig, ein Aushängeschild für Marxgrün, für die Stadt Naila und für die Feuerwehren im Landkreis Hof.
Herzlichen Glückwunsch!
Nicht "Tu was", sondern "Wir tun was" ist das Motto, mit dem die Feuerwehrleute in Marxgrün in ihrem Lebensbereich, in Familie, Nachbarschaft, Freundeskreis und Verein wirken und das steckt an.
Durch die Bereitschaft der Wehr ein gebrauchtes Fahrzeug zu akzeptieren hat die Stadt ca. 60000,-
Unsere Zeit stellt neue Herausforderungen an die Feuerwehren. Ihre Aufgaben sind komplexer geworden und um ein Vielfaches gestiegen. Die Feuerwehr Marxgrün ist heute mehr als nur Feuer-
Herzlichen Dank auch allen passiven Mitgliedern, die in den früheren Jahren bei der Feuerwehr Marxgrün ihren ehrenamtlichen Dienst zum Wohle der Einwohner in Marxgrün geleistet haben.
Ich wünsche der Freiwilligen Feuerwehr Marxgrün auch in der Zukunft alles erdenklich Gute, stets eine aktive Wehr, stets neue Mitglieder, die sich für die Allgemeinheit bei der Feuerwehr mit ihrer Freizeit einsetzen mögen. Dem Feuerwehrverein, der gesamten Mannschaft, wünsche ich zum 140-
"Gott zur Ehr', dem Nächsten zur Wehr".
Kreisbrandinspektor Willi Zemsch beglückwünschte die Feuerwehr Marxgrün auch im Namen des Landkreises Hof. Er sagte das unsere Gesellschaft immer mehr zur Ellenbogengesellschaft wird. In unserer schnelllebigen Zeit ist es nicht immer einfach Leute für den Feuerwehrdienst zu begeistern. Deshalb ging sein Dank an alle Feuerwehrkameradinnen und Kameraden sowie ihren Partner.
Am Schluß seines Grußwortes zitierte Zemsch noch John F. Kennedy:
"Frage nicht was die Gesellschaft für dich tun kann, sondern was du für die Gesellschaft tun kannst!"
Die Kameraden der Feuerwehr Lichtenberg beglückwünschten ebenfalls die Marxgrüner Wehr zum Jubiläum und zum neuen Fahrzeug, als Geschenk übergab Kommandant Stefan Matthes Günter Löhner eine Geldspritze.
Manfred Zausig gratulierte im Namen der Marxgrüner Ortsvereine zu diesem seltenen Jubiläum.
Nach dem offiziellen Teil wurde bis tief in die Nacht gefeiert.