Hauptmenü
Bericht: Frankenpost vom 28.09.11, Bilder FF Marlesreuth
Die Wehr bringt Wasser mit
Nur eine Quelle versorgt den Weiler Molkenbrunn. Wenn es brennt, sind gute Ideen gefragt -
Molkenbrunn -
Im kleinen Weiler Molkenbrunn nahe der vielbefahrenen und erst kürzlich sanierten Staatsstraße zwischen Marlesreuth und Naila leben zehn Einwohner. Die Trinkwasserversorgung sichert hier noch eine Quelle, für die Löschwasserversorgung bei einem Brand reicht sie jedoch bei Weitem nicht aus. Daher war es bislang notwendig, bis zu 1000 Meter lange Schlauchleitungen von Marlesreuth aus nach Molkenbrunn zu verlegen und zusätzlich Löschwasser mit vielen Tanklöschfahrzeugen heran zu schaffen. Und 2010 nutzte der Landwirt Wolfgang Degelmann die Gelegenheit und richtete beim Neubau einer Maschinenhalle auch einen unterirdischen Wasserbehälter mit rund 160 Kubikmeter Inhalt ein, der seitdem den Feuerschutz in Molkenbrunn unterstützen kann.
Nur wenige Minuten nach dem Alarm waren die Einsatzkräfte aus Marlesreuth mit ihrem Einsatzleiter Steffen Krippner vor Ort und begannen mit den Löscharbeiten, das Wasser kam zunächst aus dem Löschgruppenfahrzeug.
Im Minutentakt trafen die weiteren Wehren aus den Stadtteilen ein und unterstützten die Marlesreuther Wehr. Insgesamt waren rund 60 Feuerwehrleute eingesetzt. Die Feuerwehren aus Culmitz und Lippertsgrün übernahmen mit ihren Tragkraftspritzen die Wasserförderung aus der Zisterne und speisten damit die Löschgruppen-
Werner Gemeinhardt, Kommandant der zuständigen Marlesreuther Wehr, und Kreisbrandmeister Hans Münzer zeigten sich in der Nachbesprechung der Übung erfreut über die erhebliche Verbesserung der Löschwasserversorgung durch die neue Zisterne. Beide dankten Wolfgang Degelmann für seine Eigeninitiative zur Sicherstellung des Brandschutzes in Molkenbrunn.